Wie eine Rollenspiel-Szene tatsächlich klingt
Rollenspiele wirken zu Beginn oft ungewohnt. Deshalb zeigen wir hier drei typische Ausschnitte, wie ein Gespräch im Workshop geübt wird, von der Vorbereitung bis zur Reaktion auf ein Nein.

Vom Wunsch zur belegbaren Aussage
Zu Beginn formuliert jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ihr Anliegen zunächst frei. Häufig klingt das zunächst diffus. In einem zweiten Durchlauf wird dieselbe Aussage anhand konkreter Projekte neu aufgebaut.

Den Zeitpunkt aktiv benennen
Ein häufiger Fehler ist, den Zeitpunkt des Gesprächs der Führungskraft zu überlassen. Wir üben, den Vorschlag für das Timing selbst zu formulieren und zu begründen, warum dieser Moment sinnvoll ist.

Handlungsfähig bleiben, auch bei einer Absage
In dieser Szene erhält die Teilnehmerin zunächst eine Absage. Statt das Gespräch zu beenden, wird geübt, konkret nachzufragen, welche Bedingungen sich ändern müssten, damit eine Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt anders ausfallen könnte.
Wie Rückmeldung im Rollenspiel organisiert ist
Damit Feedback konkret bleibt und nicht in allgemeinen Eindrücken hängen bleibt, folgt jede Übung derselben Struktur.
Beobachtung ohne Bewertung
Die Feedbackgeberin oder der Feedbackgeber beschreibt zunächst nur, was gesagt und wie es gesagt wurde, ohne das Ganze bereits einzuordnen. Das schafft eine gemeinsame Ausgangsbasis.
Wirkung auf die Gegenseite
Im zweiten Schritt beschreibt die Person, die die Führungskraft gespielt hat, wie die Aussage bei ihr angekommen ist, überzeugend, vage, zu defensiv oder zu fordernd.
Konkrete Alternative
Zum Schluss wird gemeinsam eine alternative Formulierung erarbeitet, die direkt im zweiten Durchlauf ausprobiert werden kann.
Selbst einmal in diese Rolle schlüpfen?
Fragen Sie unverbindlich nach dem nächsten Termin für die zwei Workshop-Abende.